Rotwein – In Vino Veritas!

Im Wein liegt die Wahrheit. Das wussten bereits die alten Griechen in lange vergangenen Zeiten. Das war allerdings noch lang nicht alles was sie über den wunderbaren Rebsaft Wissenswertes zu berichten hatten. Denn bereits vor über 1.000 Jahren waren die vitalisierenden Auswirkungen von Rotwein, sowohl Griechen wie auch Römern durchaus geläufig. Bereits im Vierten Jahrhundert vor Christus wurde der Göttersaft beispielsweise medizinisch eingesetzt und fand seine heilende Entfaltung vor allem zur Prophylaxe gegen Herz- wie auch Kreislaufbeschwerden.

Rotwein Früher und Heute

Heutzutage werden qualitativ als auch geschmacklich wunderbare Rotweine in aller Welt gekeltert. Die Ursprungsorte haben sich geöffnet und entwickelt. Hochwertige Weine stammen nicht länger nur aus deutschsprachigen, Französischen, Italienischen oder Spanischen Anbaugebieten und Regionen. Dies mag natürlich darin begründet liegen das besagte Länder damals als „der bekannte(re) Teil der Welt“ galten.

Die Basis macht den Wein

Ob dem Ursprung nach Rotwein aus Spanien stammt, es sich um italienischen Rotwein handelt, Rotwein aus der Schweiz oder aber in Südafrika angebaut wird, Fakt ist das es eine Vielzahl erlesener Rotweine auf weltweiter Ebene gibt. Die Basis bei Rotweinen besteht zumeist in den Trauben der bekannten Rebsorten wie beispielsweise Cabernet Sauvignon, Pinot Noir, Merlot, Syrah aber auch Tempranillo, Garnacha und Sangiovese.

Wie entsteht Wein eigentlich?

Die Trauben werden unmittelbar nach der Traubenlese zerdrückt, wodurch ihre Haut aufreisst und ihr aromatischer Saft austreten kann. Dieses zähflüssige Gemisch bildet die Maische und besteht aus allen Komponenten der Frucht. Sowohl der Traubensaft, die Schalen als auch das Fruchtfleisch und sogar die Kerne samt ihren Bitterstoffen tragen ihren Teil zum runden Geschmack des Rotweins bei. Diesen gesamten Prozess benennt man in der Winzersprache mit Maischen.

Auf die Maische folgt die Gärung. Durch zugefügte Hefe als Aktivator sowie die Komponente Zeit, welche von wenigen Stunden bis hin zu Wochen, schreitet die Gärung voran. Innerhalb der Gärungszeit werden nicht nur Farbstoffe aus den Beeren freigesetzt, sondern auch Tannine. Klassisch wie auch traditionell und alt hergebracht vollführt man den Prozess der Gärung in hölzernen Behältnissen. Beton eignet sich allerdings auch für diesen Prozess. Moderne Winzer benutzen auch Tanks aus Edelstahl. Die Faustformel, je geringer die Temperatur bei der Gärung, umso länger dauert die Gärungszeit an. Und: Je länger die Gärungszeit, desto schwerer der resultierende Wein.

Ist die Gärung vollzogen und nach des Winzers Ermessen abgeschlossen, wird gepresst. Beim Pressvorgang wird der fertige gegorene Most nun von seinen festeren Bestandteilen befreit, und man gießt ihn ab.

Im nun folgenden Prozess, des sogenannten Ausbaus, nimmt der Wein durch Gerbstoffe die Farbnuancen und geschmackliche Komponenten des Holzes in dem er gelagert wird an. Der Ausbau kann zeitlich zwischen Wochen wie auch Jahren andauern und findet üblicher Weise in Fässern und im Keller statt.

Et Voila

Ist der Ausbau abgeschlossen, folgt die Abfüllung. Nun kann ein jeder auf das Ergebnis des Winzers zurückgreifen und die edlen Tropfen erwerben um sich an ihren Geschmäckern zu erfreuen.