Wallis – Weine zwischen Gletschern und Aprikosenbäumen

Das Wallis ist der bedeutendste Weinkanton der Schweiz und wohl auch der kontrastreichste. Auf einer Rebfläche von 4941 Hektar gedeihen Trauben der verschiedensten Couleur für zirka 34,7 Mio. Liter variantenreiche Weine. Die Vielfalt verdankt das Wallis den vielen Terroirs – also den Lagen und Böden der Weinregion. Das reicht von einem heissen, trockenen Steppenklima bis zu Gletschern und steilen Felshängen, auf denen sich auch spät reifende Rebsorten wunderbar entfalten.

Den Grundstein für den Rebbau legten die Römer 15 vor Christus. Zur Zeit der weltlichen und geistglichen Feudalherren (1000 bis 1500 nach Christus) galt Wein als Lebensmittel. Diesem Grundsatz dürften die Walliser treu geblieben sein. Munkelt man doch, dass sie sich gerne hin und wieder ein Gläschen genehmigen. Das Wallis ist unterteilt ins französischsprachige Unter- und ins deutschsprachige Oberwallis. Die Hauptsorten sind Pinot Noir, Chasselas/Fendant und Gemay. Berühmt ist das Wallis aber für seine autochthonen Sorten wie Petite Arvine, Amigne, Humagne Blanche oder heimische Varietäten wie Syrah oder Marsanne Blanche.